Arbeitsplatzbeleuchtung richtig planen.
Gutes Arbeitslicht bedeutet mehr als „möglichst hell“. Entscheidend sind Beleuchtungsstärke, Blendung, Lichtfarbe, Farbwiedergabe und eine passende Lichtverteilung. Wähle deinen Arbeitsplatz und erhalte eine konkrete Empfehlung.
Welche Art von Arbeitsplatz beleuchtest du?
Wähle den Einsatzbereich. Die Empfehlung zeigt einen sinnvollen Ausgangspunkt für Lux, Kelvin, CRI und Leuchtenart.
Eine gute Grundbeleuchtung reduziert harte Hell-Dunkel-Kontraste. Ergänze sie bei Bedarf mit einer verstellbaren Arbeitsplatzleuchte.
Für klassische Bildschirm- und Schreibarbeitsplätze ist eine gleichmäßige Beleuchtung wichtig. Direkt blendende Leuchten oder starke Reflexionen auf Monitoren vermeiden.
Besprechungsräume profitieren von gleichmäßigem Licht, guter Gesichtserkennung und einer dimmbaren oder zonierten Lösung für Präsentationen.
Je kleiner und detailreicher die Tätigkeit, desto wichtiger wird eine hohe Beleuchtungsstärke direkt am Arbeitsplatz.
Grundlicht sollte Orientierung geben, während Akzentlicht Produkte hervorhebt. Für Textilien, Lebensmittel, Kosmetik oder hochwertige Waren ist CRI 90+ besonders sinnvoll.
Wie hell sollte ein Arbeitsplatz sein?
Lux beschreibt, wie viel Licht tatsächlich auf einer Fläche ankommt. Für Arbeitsplätze ist deshalb Lux oft aussagekräftiger als die reine Lumenangabe einer Leuchte.
Warum UGR bei Bürobeleuchtung wichtig ist.
Der Unified Glare Rating bewertet psychologische Blendung durch Leuchten in Innenräumen. Je niedriger der Wert, desto geringer die Blendwirkung.
Ist ein häufig verwendetes Ziel für klassische Büro- und Bildschirmarbeitsplätze.
Auch eine gute Leuchte kann ungünstig wirken, wenn sie sich direkt im Blickfeld oder als Reflexion im Bildschirm befindet.
4000 K ist häufig sinnvoll – aber nicht zwingend.
| Wert | Wirkung | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| 3000 K | warm und wohnlich | Homeoffice, Besprechung, Empfang |
| 4000 K | neutral und klar | Büro, Werkstatt, technische Arbeitsbereiche |
| CRI ≥80 | solider Standard | viele allgemeine Büroanwendungen |
| CRI 90+ | sehr gute Farbwiedergabe | Design, Shop, Druck, Textilien, hochwertige Arbeitsplätze |
Diese vier Punkte zusammen betrachten.
Genügend Lux auf der Arbeitsfläche, ohne unnötig hohe Helligkeit.
Leuchten und Reflexionen so planen, dass Bildschirm und Blickfeld angenehm bleiben.
Grundlicht und Aufgabenlicht kombinieren statt nur einen sehr hellen Punkt zu verwenden.
Kelvin und CRI passend zu Tätigkeit und Material auswählen.
Dimmung, Präsenz- oder Tageslichtsteuerung können Komfort und Effizienz verbessern.
Kunstlicht sollte vorhandenes Tageslicht ergänzen und starke Kontraste vermeiden.
Häufige Fragen zur Arbeitsplatzbeleuchtung.
Sind 500 Lux für jedes Büro Pflicht?
500 Lux sind ein sehr verbreiteter Planungswert für typische Schreib-, Lese- und Bildschirmarbeitsplätze. Der konkrete Bedarf hängt aber von Tätigkeit, Raum und den jeweils anzuwendenden Anforderungen ab.
Sind LED Panels automatisch bürotauglich?
Nein. Entscheidend sind unter anderem Lichtverteilung, Blendungsbewertung, Lichtstrom, Farbtemperatur und Montage. Für Bildschirmarbeitsplätze sind blendungsarme Lösungen besonders wichtig.
Ist 4000 K besser als 3000 K?
Nicht pauschal. 4000 K wirkt neutraler und ist in Büros sehr verbreitet. 3000 K kann im Homeoffice, Empfang oder in wohnlicheren Arbeitsumgebungen angenehmer sein.
Brauche ich CRI 90 im Büro?
Für viele Standardanwendungen ist CRI 80 ausreichend. CRI 90+ ist sinnvoll, wenn Farben, Materialien, Hauttöne oder Produktdarstellung besonders natürlich wirken sollen.
Leuchten passend zur Aufgabe auswählen.
Für Büro und Arbeitsplatz sind flächiges Grundlicht, flexible Zusatzbeleuchtung und gute Entblendung besonders wichtig.
Mehr Lichtwissen
Passende Ratgeber und Rechner zum Weiterlesen.
Alle Lichtwissen-Themen & Rechner ansehen →